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Mit Pflanzen färben erfordert viel Geduld und Fantasie. Es braucht die Liebe zur Natur wenn man die Pflanzen selber sammeln möchte und man darf sich dabei nicht an Brombeerranken und Brennesseln stören oder Insekten fürchten. Ich würde es als Leidenschaft bezeichnen.
Der Wolle eine Seele geben", so nenne ich es wenn ich die Wollstränge einfärbe. Ich habe zuvor nur mit Lebensmittelfarbe gefärbt. Es schliesst nicht aus, dass ich nie mehr so färbe, aber mit Pflanzen, Rinden und anderen Teilen zu färben ist was ganz anderes. Man berührt, beriecht und betatscht die Wolle so oft, dass man das Gefühl hat, man hauche ihr eine Seele ein. Man bekommt eine Art Beziehung.



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Mittwoch, 25. Juli 2012

♥ Sie trocknen ♥




Seit gestern Abend bin ich also am Färben.
Erstens Berberitze und weil ich schon alles bereit hatte, habe ich noch Färbekamille aus dem eigenen Garten bereit gelegt.





Und so sieht es in der Küche aus wenn ich färbe.













Von links nach rechts:
Berberitze 1. und 2. Zug (und die sollen leuchten?).
Mit Eisensulfat entwickelte Berberitze, dann mit ein bisschen Cochenille angereichert, haben die zwei violetten Strängchen ergeben.
Das Leuchtgelb ist der erste Zug von Färberkamille,
die ganz rechts Aussen ist zweiter Zug Färberkamille.
Der Strang neben dem Leuchtgelb rechts, da habe ich zuletzt mit Eisensulfat entwickelt und weil es nixht schön wurde noch mit gelber Batikfarbe nachgeholfen.




Ich habe also aus der Berberitze ein etwas blasses, unschönes gelb rausgezogen. Und zwar vom ersten und zweiten Zug. Ich bezweifle ob die leuchten (dazu später mehr).
Dann hatte ich die Idee, die Flotte mit Eisensulfat zu entwickeln, was aber nicht ging. Schade, ich habe mir ein leuchtgrün vorgestellt *lach*.
Und weil das dann so unschön aussah, habe ich kurzerhand zur Cochenille gegriffen. Die Cochenille war bei mir schon oft DIE Rettung. Das ergab dann im ersten Zug das Dunkelviolette und im zweiten das helle Violett.
Dann habe ich 40 Gramm halbtrockene Färberkamille in 5 Liter kaltes Wasser gegeben und 100 Gramm Wolle. Das ergab ein total knalliges, schönes gelb.
Den zweiten Zug habe ich mit 200 Gramm Wolle gemacht.
Dann probierte ich wieder zu entwickeln mit ES, was aber wiederum nicht ging.
Bei meinen Färbeutensilien habe ich noch einen Beutel gelber MarabU-Batikfarbe gefunden und den kurzerhand noch beigegeben. Das ergab dann das mittlere gelb.

Ich habe Wolle/Bambusgemisch von Schoppel verfärbt.
Die Wolle habe ich mit Alaun vorgebeizt.



Montag, 23. Juli 2012

♥ Berberitze ♥


Im Frühling wurde bei uns eine Berberitze ausgemacht.
Wurzeln und die unteren dicken Äste habe ich zur Seite gelegt und sie erst Mal getrocknet.

Heute habe ich mich wieder erinnert und sie ein wenig zerkleinert.
Leider ging das sehr schlecht und als ich die Wurzeln und Stängel fast ganz ins Wasser legte, bezweifelte ich ob es da mal ein bisschen Farbe rauslösen wird.
Ich kochte alles auf und siehe da ... die Flotte sieht ganz schön gelb aus.
Morgen werde ich nochmals aufkochen und bis dahin sind dann auch alle meine Strängchen im Alaunbad gewesen. Am Donnerstag werde ich wohl färben.











Freitag, 18. November 2011

♥ Berberitze wartet auf Verarbeitung ♥


Ich habe vor ein paar Wochen die Berberitze im Garten geschnitten.
Nun stehen die zerschnittenen Zweige neben der Heizung und wollen verarbeitet werden.
Leider habe ich im Moment keine Küche zur Verfügung.
Kommt Zeit, kommt Küche . . .


Dienstag, 4. Oktober 2011

♥ Vorschau Holunderblätter ♥

Meine Holunderblätterfärbung gefällt mir ausserordentlich gut.
Es könnte bei mir zu einem Lieblingskraut mutieren, gerade weil man beim ersten Zug keine Farbe bestimmen kann. Ocker? Bräunlich mit leichtem grüneinschlag. Hmmm . . . ganz schwierig.
Das Gelb vom zweiten Zug ist auch wunderschön klar.
Sobald ich auf waschbarkeit und lichtechtheit geprüft habe, kommt ein Teil davon ins Shöppchen.
Das Rezept dazu wird auch noch demnächst präsentiert.

Sonntag, 2. Oktober 2011

♥ Holunderblätter ♥

Hier also das erste Bild der Holunderblätterfärbungen.
Der erste Zug ein tolles bräunlich und der zweite Zug ein wirklch ganz schönes gelb.
Jetzt wird das ganze auf Farbechtheit und Waschbarkeit geprüft.

Danach kann man vermutlich einen Teil davon im Shöppchen finden.
Und das Rezept dazu werde ich dann auch noch schreiben.

Die Strängchen trocknen nun, zusammen mit Dahlien vor sich hin.
♥

Samstag, 1. Oktober 2011

♥ Es brodelt ♥

 Ich hab gestern und heute kilometerweise Wolle zu Strängen gewickelt.

Dann habe ich mir eine neue Spritzkanne gekauft, damit ich das Regenwasser besser vom Fass ins Haus transportieren kann.

Die Holunderblätter bleiben bis morgen im Bad.
Boahhhh das sieht ja schon mal spitze aus!!
Ihr könnt gespannt sein!
Da freu ich mich total auf morgen!



Pssst *flüster*
Und hier mal einen Blick ins Töpfchen.
Dahlien, die ich vor dem Urlaub gefrostet habe.

Sonntag, 25. September 2011

♥ Eigene Färbepflanzen ♥


Im Sommer habe ich mich auf die Suche nach Färberkamille und schwarze Stockrose gemacht.
In einer Gärtnerei konnte ich sie dann bestellen.
Da wir unsere Töpfe vor dem Haus sowieso vom unschönen Bambus befreit haben, habe ich die Pflänzchen in die Töpfe gesetzt.


 Die doch recht kleinen Pflanzen . . .


. . . haben sich zu total schönen, kräftigen Pflanzen entwickelt.
Es war mir selbstverständlich klar dass ich in diesem Jahr noch nicht ernten kann, doch ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Frühling, wenn sie dann wachsen und später blühen.
Ich hoffe das wird was, denn Topfpflanzen sind doch eher schwierig über den Winter zu bringen.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Samstag, 24. September 2011

♥ Holunderblätter und Dahlien ♥


Vor dem Urlaub war ich nochmals im Wald.
Ich habe Holunderblätter geerntet und darauf noch kurz auf dem Blumenfeld und habe Dahlien gepflückt, die ich selbstverständlich bezahlt habe. Die beiden Sachen liegen nun in der Gefriertruhe und warten auf ihr Dampfbad.
Nächste Woche habe ich Zeitmangel, aber da ich sowieso noch Wolle bestellen muss, spielt das keine Rolle.

Ab jetzt nur noch mulesingfreie Wolle!

Freitag, 26. August 2011

♥ Wenn Schafgarbe auf Krapp trifft ♥



Ich wollte noch ein bissel Wolle für mein Projekt färben. Und ich habe mich nach längerer Gelbphase kurzfristig für orange entschieden.
Erst habe ich mal gemischt:
Ca. 200 Gramm getrocknete wilde Schafgarben
mit ca.100 Gramm frischen wilde Schafgarben.
Das war zuwenig, ich wollte ca. 300 Gramm Wolle einfärben.
Dann habe ich meine Schafgraben im Garten noch ein bisschen zurechtgeschnitten *hüstel*
Dann alles schön aufgekocht. Dann stehen gelassen, naja, ein paar Stunden nur. Und dann kurzfristig entschieden dass ich doch eben orange möchte. Dazu habe ich noch etwa drei Esslöffel Krapp ins Wasser getan und mit dem Krapp alle Wolle die ich noch finden konnte (und gebeizt war).


 
Das waren: 350 Gramm etwas dickere Wolle und 100 Gramm Sockenwolle.
Alles zusammen habe ich ca. 1Std. köcheln lassen. Die Krappwurzelstückchen sind dabei irgendwo an der Wolle geklebt und haben so konzentriert Farbe abgegeben. Somit hatte ich melierte Wolle, was ich wollte.

Hier die drei dickeren Wollknäuel (und den hellen Strang vom letzten Mal), der für mich ist.
Den 50 Grammstrang habe ich am Knäuel gefärbt (Experiment), den zeige ich wenn er dann ganz trocken ist. Das dauert ein bissel länger leider.
Langsam werde ich zur orange Spezialistin *lach* aber mir gefällts so. Ich liebe orange und terracotta und die Nuancen davon. Darum wird es nicht das letzte Mal sein.

Sonntag, 14. August 2011

♥ Es wird farbig ♥

Gestern war ich also nochmals beim Blumenpflückfeld und habe Dahlien gepflückt.
Einen Teil davon habe ich in den Gefrierschrank gelegt, für später.
Den anderen Teil habe ich in die Pfanne geschmissen.



Ausserdem habe ich Krapp gefärbt, das erste Mal.
Ich bin sehr zufrieden damit ♥

Hier ein Blick ins Krapp-Pflegebädchen. Einfach himmlisch diese Farben!
♥

Und hier schon mal einen kleinen Blick auf meine Färbungen der letzten Tage.
Einen Teil für mich und einen Teil zum Verkauf.
Die Dahlien haben mich total überrascht, wurde doch der letzte Sud gelb!!

Samstag, 13. August 2011

♥ Hä, was ist denn das ♥


Lichtechtstest . . .


. . . mach ich so (einen Teil in Alufolie eingebunden) oder ich wickle ein bissel Wolle auf ein Karton und lege ihn ein paar Tage an die Sonne.
Danach kann man gut erkennen ob die Farbe gut haltbar ist (am Teil der nicht an der Sonne war). Wenn der Teil der an der Sonne war sehr hell wird, dann ist die Farbe schlecht lichtecht.

Donnerstag, 11. August 2011

♥ Wenn der Postmann klingelt ♥


Heute bekommen *freu*
Ich hab ein Inserat gestartet, Antwort bekommen und nun ist sie schon hier.
Ist das nicht toll?!
Einen 10 liter-Topf für meine Färberküche, in Alu.
Hach ich freu mich!

♥
♥
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Mittwoch, 10. August 2011

♥ Blick in die Küche ♥

Ich habe mein Experiment sofort verdrängt und weiter gemacht.
Ich hab nämlich gestern was Tolles erlebt:
Ich war bei einem Kunden (ich bin Fusspflegerin und besuche die meist alten Menschen in ihrem Zuhause).
Als er witzelte, dass er vielleicht nicht bezahlen kann, da habe ich ihm ganz cool entgegengehalten, dass er auch mit Blümchen bezahlen könne. Aktuell wären ... hmmm ... vielleicht Dahlien. Ich hab nämlich gelesen dass die gut färben und sehr lichtecht seien. 
Selbstverständlich hat er dann bezahlt (mit den langjährigen Kunden kann man so toll spassen, das ist das schöne). Als er mich zur Tür begleitete, da erwiderte er, ob ich nicht noch Dahlien möchte. Und dann zeigte er mir hinter dem Haus,  Dahlien in allen Farben!!
Ich habe mir orangene Dahlien nach Hause genommen und mache nun gerade Färbungen.
Dazu später mehr.


♥ Experiment misslungen ♥


Auch Rückschläge müssen sein, denn nur daraus kann man lernen.

Als ich vor ein paar Wochen von meinem Sohn solche Bohnen bekam, da bemerkte ich erst zu spät, wie sich aus den Bohnen grasgrüner Farbstoff herauslöste.
Die viloletten Bohnen werden sobald sie kochen, grün.
Interessant dachte ich mir.
Gstsern bekam ich wieder diese violetten Bohnen.
Ich hab sie gekocht und das Wasser aufgefangen.
Als ich aber die Wolle darin badete, da blieb sie weiss!
Das Wasser war danach auch klar, also heisst das: Zuwenig Farbstoff im Wasser.
Vermutlich hätte es viele Kilos bedarft, das ist mir aber dann doch zu doof.
Zum Glück habe ich aber noch die Blätter des Krautes abgestreift ...
dazu später mehr ♥

Mittwoch, 3. August 2011

♥ Am testen der Farben ♥

Im Moment wird getestet und probegestrickt.
Hier schon mal ein Blick auf die Strängchen.
Nuss sind schon im Angebot.
Die anderen werden folgen.

Dienstag, 2. August 2011

Ja, aber . . .

Ein paar Überlegungen zu pflanzengefärbter Wolle:

Durch sehr viel Literatur und vielen Kontakten mit erfahrenen Färbern habe ich herausgefunden, dass pflanzengefärbte Wolle praktisch nie 100% lichtecht ist. Das heisst, die Farbe kann verblassen wenn man sie der Sonne aussetzt. Mal schneller und mal weniger schnell.
Bei Socken ist das sicher weniger der Fall. Man sollte es aber beachten wenn man eine Jacke oder Pullover daraus stricken möchte. Aber wer oft mit Wolle arbeitet weiss, dass auch industriell hergestellte Wolle und Stoffe manchmal schnell verblassen. Und ehrlich gesagt, zieht man bei Sonnenschein auch nicht unbedingt den Pullover aus 100% Merino an oder die Jacke die man gestrickt hat.

Ich werde jede Farbe die ich das erste Mal färbe, auf lichtechtheit und waschbarkeit prüfen.
Leider beansprucht da jedesmal ein paar Tage.
Danach kann ich aber sagen ob die Wolle gut lichtfest ist oder eher weniger gut.

Wolle die nicht sehr gut lichtfest ist, ist aber trotzdem geeignet für Socken.
Man trägt sie in den Schuhen und sind praktisch nicht der Sonne ausgesetzt.

Bitte bedenkt dass man mit pflanzengefärbter Wolle aber auch einige Vorteile hat:

Auf der Wollfarbe haftet kein Gift, keine Schwermetalle oder künstliche Farbstoffe.
Die Wollstränge sind Unikate.
Es ist ein besseres Gefühl wenn man pflanzengefärbte Wolle verstrickt.






Samstag, 30. Juli 2011

Neue Stelle gefunden


An einem Bahnbord habe ich eine vielzahl von Färbekräuter und Pflanzen gefunden.
Nach den Einkauf haben wir kurz an dieser Stelle einen Stopp eingelegt und ich habe Johanniskraut und Goldrute gesammelt.
So kann ich jetzt noch eine Probefärbung, resp.Probewaschen mit der fertigen und verstrickten Wolle,  meiner allerersten Färbeversuche machen. Hab ich nämlich versäumt.

An dieser Stelle gibts noch Schafgarbe und andere Pflanzen, die zum färben geeignet sind.
Da werde ich sicher wieder vorbeischauen.


Ach ja, und Wollnachschub muss sein, denn sonst kann ich ja nicht färben....logisch *lach*


Das Kraut ist schon geschnitten und eingeweicht.
Ein paar Rezepte habe ich auch schon bereit zum einstellen hier.
♥

Freitag, 29. Juli 2011

Wenn es duftet, dann köchelt es...

Ich habe mir gebrauchte Spargeltöpfe gekauft um darin zu färben. Die Siebeinsätze sind sehr praktisch.
Ausserdem gibts bei mir noch zwei andere Töpfe zum Färben, die nur dazu gebraucht werden.
Das sieht dann so aus.


Hier Wolle im Alaunbad.
Höchstmenge in diesem Topf: 250 Gramm Wolle.


Hier im Schafgarbenbad.

Und hier Goldrute.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ich war heute im Wald



Dort habe ich Schafgarbe und Eichenblätter gefunden, die ich nun in den Topf werfen werde.
Ergebnisse später ...


Ausserdem habe ich mein heissersehntes Paket bekommen mit Krapp, Rotholz, Alaun und Cochenille.
Durch einen total coolen Tipp habe ich die Schoenfaerberey gefunden.
An der Seite findet man den Link in Zukunft, den ich schon eingefügt habe.
Ein SUPER KUNDENSERVICE übrigens! 
Ich freu mich und würde am liebsten eine Woche Urlaub nehmen um zu färben.

♥ Ich bin sicher, es wird farbig hier ♥